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Korn

Korn existiert in Deutschland belegbar seit dem Jahre 1507, aus diesem Zeitraum stammt der Beschluss von einer Steuer auf die Spirituose. Nach dem von 1545 bis 1574 anhaltenden Kornverbot wurde das brennen von Korn zum Ende des 16. Jahrhunderts ein zunehmend wichtiger Wirtschaftsfaktor. Aufgrund des Dreißigjährigen Krieges und der damit verbundenen Getreideknappheit ging die Kornproduktion von 1618 bis 1648 jedoch stark zurück. Das erste Reinheitsgebot für das Brennen von Kornbrand wurde 1789 von der Verordnung der Stadt Nordhausen festgelegt, bei der Herstellung mussten wenigstens zwei Drittel Roggen und höchstens ein Drittel Gerste verwendet werden.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich vor allem im Ruhrgebiet die Kornbrenner Industrie, einer der bekanntesten Kornbrenner war der Vater des Otto von Bismarck, er besaß seit 1799 eine eigene Brennerei. Da Mitte des 19. Jahrhunderts Alkohol bedeutend günstiger aus Kartoffeln gebrannt werden konnte, wurden die Marktbedingungen für Korn deutlich schwieriger. Durch das zusätzliche Aufkommen des Korngewürzes wurde er vermehrt mit Kartoffelbrand gepanscht, dessen Geschmack damit gut kaschiert werden konnte. Im Jahre 1909 trat dann das erste deutschlandweite Reinheitsgebot in Kraft.

Die durch den Ersten Weltkrieg auftretende Nahrungsmittelknappheit brachte eine weitere Stagnierung der Kornproduktion mit sich, was schließlich für ein Ausschankverbot von alkoholischen Getränken sorgte. Ausschließlich durch die Versorgung der Armee konnten einige wenige Brennereien den Betrieb aufrechterhalten. Erst 6 Jahre nach dem ersten Weltkrieg wurde das Verbot bis zur Zeit des Nationalsozialismus im Jahre 1936 aufgehoben. Durch die Aufhebung des Verbotes der Bundesrepublik Deutschland erreichte der Kornbrand dann seine heutige Beliebtheit.

 

Hergestellt wird Korn durch das Mahlen von Getreide und ein anschließendes beimengen von heißem Wasser, dadurch entsteht die sogenannte Sauermaische. Dieser wird enzymreiches Malz zugesetzt, abgekühlt und anschließend mit Hefe vergoren. Nun folgt die eigentliche Mehrfachdestillation, um den Alkohol von unerwünschten Geruchs- und Geschmacksstoffen zu befreien. Der daraus resultierende Rohalkohol wird mit Wasser verdünnt und bei hochwertigen Kornbränden zur Harmonisierung über Eichenholz gelagert, um ihn anschließend auf die Trinkstärke herabzusetzen und abzufüllen.

 

Getrunken wird Korn meistens pur, seit den 1960er-Jahren tritt er auch in mit Fruchtsaft aromatisierter Form auf, die wohl bekannteste davon ist der Apfelkorn. Hier finden sie eine übersichtliche Auswahl an von uns sorgfältig ausgesuchten Kornbränden.